23 August, 2021
Viele Wege zum Selbst.
06 Dezember, 2020
Corona: Krisen fördern Wachstum – aber wie?
Eine schlimme Nachricht, eine schwere Erkrankung, der Verlust des Arbeitsplatzes oder eine Naturkatastrophe: Krisen gehören zum Leben und erstrecken sich auf alle Bereiche des menschlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenlebens. Typischerweise reagieren wir darauf mit Abwehr und Widerstand.
Krisen ermächtigen uns aber auch, Bisheriges zu überdenken, Altes über Bord zu werfen und Neues aktiv zu gestalten. Krisen bieten uns die Chance, unseren Geist und unser Herz zu öffnen – und somit die Selbst-Qualitäten zu nutzen, um Veränderungen bei uns und in unserem Umfeld zu bewirken.
Die aktuelle Corona-Lage in 2020 hat dies eindrücklich gezeigt. Der Umgang mit den ausgelösten Veränderungen stellt uns alle vor große Herausforderungen und wir merken, wie schwer es uns fällt, damit umzugehen.
Seit März 2020 arbeiten wir mit Klienten und Kunden daran, das Unbegreifliche verständlich zu machen, um Wege aus der Krise zu finden und Wandel zu ermöglichen. Dafür verbinden wir die Modelle von Elisabeth Kübler-Ross (5 Sterbe-Phasen), Otto Scharmer (U-Theorie) und Dr. Richard Schwarz (Internal Family System) zu einem praktischen Ratgeber und Leitfaden.
Phase 1: Die verbannten Teile: ohnmächtig, verängstigt, hilflos
Im ersten
Kontakt mit einem einschneidenden Ereignis werden innere Verbannte bei uns
getriggert, z. B. der ohnmächtige, der verängstigte oder der hilflose Teil.
Wir fühlen die Machtlosigkeit gegenüber dem Impuls aus der Außenwelt und
verfallen in einen Schock. Glücklicherweise übernimmt sofort unser inneres
System die Führung und sorgt dafür, dass wir diese schlimmen Gefühle nicht
fühlen müssen. Daher bemerken bzw. spüren wir diese Phase kaum oder nicht:
Feuerbekämpfer übernehmen sofort die Führung und versuchen das Feuer der unangenehmen Gefühle zu löschen.
Phase 2: Der leugnende Teil
Der erste Feuerbekämpfer versucht, das Ereignis zu verdrängen bzw. klein zu reden. Informationen werden als Falschmeldungen abgetan, Fakten werden als Fake-News bezeichnet, die ganze Aufregung ins Lächerliche gezogen und als Panikmache abgewinkt. Wir wiegen uns in trügerischer Sicherheit, dass das Ereignis uns nicht erreichen wird und es maximal andere betreffen wird, z. B. „das ist doch nur eine Grippe“, „das kommt nicht zu uns“, „ich bin jung und gesund“.
Phase 3: Der wütende Teil
Der nächste Feuerbekämpfer sucht die Schuld im Außen und versucht, Schuldige zu benennen: Politiker, Vorgesetzte, ausländische Regierungen, Partner, Mitmenschen. Angestauter Ärger und Wut machen sich breit, indem wir gefühlte Ungerechtigkeit beklagen. Das erweckt in uns das kurzzeitig angenehme Gefühl von Mobilisierung und Verbrüderung mit Gleichgesinnten, z. B. „die da oben haben keine Ahnung“, „die Chinesen haben viel zu spät eingegriffen“, „warum passiert mir das gerade jetzt“, „ich lasse mir meine Freiheiten nicht nehmen“.
Phase 4: Der verhandelnde Teil
Nun übernimmt ein neuer Feuerbekämpfer, der mit minimalen Maßnahmen - wie beispielsweise Händewaschen und kurzfristige Hygienemaßnahmen – versucht, das Schlimmste abzuwenden, z. B. „wenn wir das jetzt machen, dann ist im Sommer alles vorbei“. Mit „wenn – dann“-Verknüpfungen versuchen wir, das Ereignis zu besänftigen oder auslaufen zu lassen, z. B. „wenn ein Impfstoff gefunden ist…“, „wenn wir genügend Vitamine zu uns nehmen…“, „wenn wir ein paar Wochen unsere Kontakte einschränken…“. All dies ist verbunden mit der Hoffnung, dass es danach „wieder so wie früher wird“.
Phase 5: Die verbannten Teile im „Tal der Tränen“
Wenn alle vorangegangenen Abwehr-Maßnahmen nichts helfen, dann spüren wir die Verbannten aus Phase 1 wieder: den ohnmächtigen Teil, den verängstigten Teil, den hilflosen Teil. Wir fühlen uns traurig, kraftlos und handlungsunfähig, wenn wir die Unabwendbarkeit des Ereignisses realisieren. Typische Sätze sind „das hört doch nie auf“, „es wird mich ruinieren“, „es wird nie wieder so wie früher“, „das macht die Gesellschaft kaputt“. Das Gefühl der Hilflosigkeit übernimmt und wir sehen keinen Ausweg.
Wendepunkt im SELBST: Öffnung ins Hier & Jetzt
Erst wenn ich mir mit offenem Geist und offenem Herzen meiner Innenwelt bewusst werde und für meine Feuerbekämpfer und verbannten Teilen sorge, komme ich zum inneren Wendepunkt. Ich öffne mich dafür, weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft zu sein, sondern ganz im Hier & Jetzt. Das erlaubt mir, meine Möglichkeiten und meine Grenzen anzuerkennen.
Die Selbst.Qualitäten sind:
Zuversicht
Mut
Klarheit
Gelassenheit
Neugier
Kreativität
Verbundenheit
Mitgefühl
Phase 6: Akzeptieren
Wenn wir im Hier & Jetzt sind, wehren wir uns nicht mehr gegen das, was uns das Leben präsentiert, also das aktuell nicht Änderbare. Wir akzeptieren die gegenwärtige Situation, und aus dieser Präsenz heraus entwickeln wir Kraft. Wir agieren aus unserer Mitte heraus mit den not-wendigen Selbst.Qualitäten: Wir gehen die nächsten Schritte, wir lassen Altes hinter uns und lassen Neues entstehen.
Phase 7: Neuorientieren
Ausgehend von der Akzeptanz gehen wir nun auf die neue Situation zu und probieren uns aus – ohne genau zu wissen, wohin der Weg führen wird. Wir bringen Ideen ein, wir schaffen Raum für Ungedachtes, wir lassen uns leiten von dem, was wir in uns haben. Neugier und Interesse gepaart mit einer offenen Grundhaltung sind unsere Begleiter. Fast wie eine Start-Up-Mentalität erzeugen wir eine Aufbruchsstimmung und loten Potenziale aus.
Phase 8: Lernen
Bei unseren Versuchen in der neuen Welt erlauben wir uns Fehler – denn nur so können wir lernen und den Gegebenheiten anpassen. Wir halten den Raum, in dem Lust auf Lernen gedeiht und uns Erkenntnisse bringt. Sowohl im Außen als auch im Innen zahlt sich unsere Arbeit nun aus, wir nutzen unsere Ressourcen und lernen dabei unsere inneren Manager kennen. Nicht alles wird Bestand haben, aber wir legen die Basis für die Zukunft.
Phase 9: Gestalten
Die Veränderungen, die wir uns wünschen bringen wir selbst in die Welt. Unsere Ideen werden zu Visionen, und wir bringen konkrete Aktionen im Kleinen oder im Großen in die Umsetzung. Statt ohnmächtig und hilflos sind wir handlungsfähig und selbst.wirksam. Wachstum wird möglich.
selbst.werk
Michaela & Andreas Hauser
Kolbestr. 3, 04229 Leipzig
www.selbstwerk.eu
17 März, 2020
Corona: die Krone, die Königswürde
![]() |
Zur Menschenwürde gehört eine mitfühlende, liebevolle freundliche Haltung gegenüber anderen und mir selbst. Das bedeutet z.B. auf die Älteren und Schwächeren Rücksicht zu nehmen und die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, indem wir auf Hygiene achten, zuhause bleiben wo möglich, und Menschen helfen, die Unterstützung brauchen.
Menschenwürde bedeutet auch Selbst.fürsorge, indem wir auf Live-Ticker und Krisen-Nachrichten verzichten und uns z.B. nur einmal am Tag eine begrenzte Zeit über Nachrichten informieren. Stress und Sorgen schwächen das Immunsystem. Wir sorgen am besten für uns, wenn wir unser Immunsystem fördern: mit Sport, Vitamin-Shots (Ingwer, Kurkuma, Orange und Apfel), viel Obst und Gemüse oder am besten gleich mit Fasten. Zusätzlich Zink, Vitamin D3 und C wären ebenfalls hilfreich. Zur Selbst.fürsorge gehört auch, dass wir nicht dem Selbstmitleid oder der Opferhaltung anheimfallen, sondern uns mit nährenden Gedanken und Gefühlen stabilisieren.
Dafür gibt es hier Unterstützung:
Die Zeit hat "Kulturtipps für Quarantäne-Tage" veröffentlicht.
Die Berliner Philharmoniker bieten kostenlosen Online-Zugang für alle Konzerte und Filme in ihrer Digital Concert Hall, wenn man bis 31.3. den Gutschein-Code BERLINPHIL eingibt.
Menschenwürdig bedeutet auch, den Halt im Innen zu finden, wenn er im Aussen wegbricht. Manchmal müssen wir erst in Quarantäne geschickt werden, um uns auf uns selbst zu besinnen...
Die akutelle Krise ist eine Chance, die eigenen verängstigten Teile kennenzulernen und ihnen selbst. Halt zu geben.
Wir alle müssen uns gegenwärtig Gefühlen von Unsicherheit, Sorge, Angst und Ohnmacht stellen. Verdrängen oder Ablenken hilft da leider kaum. Aber wir können Wege finden, Gefühlen achtsam zu begegnen ohne dass sie uns überwältigen und damit wieder Kräfte freisetzen. Nutzen Sie diese Situation als Chance, Zugang zu sich Selbst. zu finden, mitfühlenden, eigenverantwortlichen Umgang mit sich Selbst. zu lernen und als Mensch weiter zu wachsen. Es ist ja nunmal so, dass der Mensch sich vor allem in Krisen weiterentwickelt. Also: Krone richten und neu aurichten!
Als Selbst.entwicklungs.coaches bieten wir Ihnen unsere Untersützung an: auf Wunsch gerne auch per Telefon-Coaching oder auch per Video-Coaching.
Persönlich sind wir bis auf Weiteres auch im Selbst.werk zu finden. Melden Sie sich hier an. Wir freuen uns auf Sie und die Arbeit mit Ihnen!
selbst.werk
Michaela & Andreas Hauser
Kolbestr. 3, 04229 Leipzig
www.selbstwerk.eu
04 Januar, 2019
Ein Schritt zurück und zwei nach vorne...
Mit dieser Frage beschäftigen sich die Selbst.entwicklungs.coaches Michaela und Andreas Hauser anlässlich des ElternFortbildungsTages am 12. Januar 2019 im BIP Krativitätsschulzentrum Leipzig. Hier gehts zum Programm
In unserer Arbeit als Coaches und Therapeuten werden wir häufig nach Erziehungstips gefragt oder ob wir auch mit den Kindern unserer Klienten arbeiten. Unsere Antwort ist immer die gleiche:
Bei der Erziehung von Kindern geht es vor allem um Ihre eigene selbst.bewusste Haltung.
Hier haben wir die Basis zusammengetragen, mit der Kindererziehung für alle eine bereichernde und freudvolle Erfahrung wird:
- Wenn Sie sich selbst gut kennen und Ihre frühen Familienthemen und -belastungen aufgearbeitet haben, sind Sie auf dem besten Weg. Nehmen Sie sich dazu externe Unterstützung durch einen Coach oder Therapeuten. Es nützt nicht, nur über die Themen Bescheid zu wissen, sondern sie müssen bearbeitet und ggf. geheilt werden. Erst dann sind Sie frei, eine innige Beziehung zu Ihrem Kind zu entwickeln.
- Achtsamkeitsübungen helfen Ihnen, im gegenwärtigen Moment zu sein.Sorgen und Ängste beschäftigen sich mit der Vergangenheit oder Zukunft.Ihr Kind braucht Ihren Fokus und Ihre Präsenz im Hier und Jetzt.
- Bleiben Sie offen für lebenslanges Lernen und Perspektivwechsel.
- Erkennen Sie achtsam Ihre Automatismen und helfen Sie Ihren eigenen Persönlichkeitsanteilen zur Seite zu treten, wenn Sie mit Ihrem Kind kommunizieren. Mit IFS (Systemische Therapie mit der inneren Familie) können Sie lernen, die Bedürfnisse und Impulse Ihrer Persönlichkeitsanteile kennenzulernen und sie zu führen. So werden Sie selbst.bewusst und können entspannt mit Ihren Kindern in Kontakt gehen.
- Üben Sie echtes Zuhören - um zu verstehen und um die geistige und seelische Ebene hinter den Worten und Fakten mitzukriegen.
- Das gemeinsame Leben mit Kindern soll Freude machen. Die Basis dafür ist, alle Gefühle zulassen zu können - neben den schönen auch die schwierigen. Ein freudvolles Leben beinhaltet nunmal alle Facetten.
Um die schönen Dinge zu sehen, müssen wir oft ersteinmal einen Gang herunterschalten und uns von den Kindern führen lassen.
So wäre eine authentische Eltern-Kind-Beziehung möglich - unabhängig von Ihrer eigenen Vergangenheit. Im Weltbild von IFS hat jeder ein intaktes, unverwundbares Selbst, das die eigenen Persönlichkeitsanteile führt und beschützt. Wenn Sie mit den oben genannten Schritten Zugang zu Ihrem Selbst finden und "selbst.nah" - also mitfühlend, offen, klar und interessiert - agieren und kommunizieren, dann wirkt das ansteckend auf Ihr Kind, Ihre/n Partner/in und auch auf Ihr Arbeitsumfeld. Probieren Sie's aus!
Wir untersützen Sie gerne auf diesem Weg.
Unsere Buchempfehlungen zu diesem Thema:
"Gemeinsam leben, gemeinsam wachsen" und alle anderen Bücher von Daniel J. Siegel;
Generell sind die Bücher vom Arbor-Verlag zum Thema Achtsamkeit hervorragend
"Meine innere Welt verstehen" von Jay Earley
29 Dezember, 2018
Buchbesprechung: Hochsensible Männer - Mit Feingefühl zur eigenen Stärke
Es gibt viele Bücher, die mir im Laufe eines Jahres in die Hände fallen -- und einige davon bleiben stark haften, weil sie mich inspirieren, mich führen, mir etwas erklären, oder einfach weil sie stimmige Begleiter sind auf meinem ganz persönlichen Entwicklungsweg.
"Hochsensible Männer. Mit Feingefühl zur eigenen Stärke" von Tom Falkenstein ist so ein Buch. Es spricht vieles aus, das schon lange in mir war; bringt Ordnung in eine Vielzahl von losen Gedanken und Erkenntnissen; und es ist es mehr als wert, anderen Männern auf der Suche nach sich selbst empfohlen zu werden.
Beim Lesen habe ich mir Notizen gemacht und gebe diese gerne als Zusammenfassung wieder. Achtung: das ersetzt NICHT das Lesen, da im Buch einerseits viele sehr nützliche Erklärungen als auch Interviews mit Männern und ihren eigenen Erfahrungen dargestellt sind! :-) Aber zumindest als Anhaltspunkt für Themenbereiche ist es nützlich -- die Arbeit an sich selbst erspart das Lesen sowieso nicht...
Ausgangspunkt des Buches ist ein in der heutigen Gesellschaft vorherrschendes toxisches Männerbild, das geprägt ist von Dominanz, Gewalt und dem Ignorieren von Gefühlen. Die dazugehörigen "Männlichkeitsregeln" besagen:
- Ein richtiger Mann ist ein Kämpfer und Gewinner.
- Ein richtiger Mann ist ein Versorger und Beschützer (von Frauen & Kindern).
- Ein richtiger Mann behält Kontrolle und Beherrschung.
- freundlich
- väterlich
- brüderlich
- wohlwollend
- akzeptierend
- gleichwertig
- gemeinschaftlich
- großzügig
- fürsorglich
- frei
Der Autor beschreibt in seinem Buch die Temperamenteigenschaft der Hochsensibilität nach Elaine Aaron.
"Das hochsensible Temperament ist eine Konstante im Leben, mit der Mann geboren ist und die sich durch das ganze Leben zieht."
Hochsensible Personen (Highly Sensitive Persons HSP) unterscheiden sich durch vier Eigenschaften:
- Gründliche Informationsverarbeitung (Depth of Processing)
- Übererregbarkeit (Overarousability)
- Emotionale Intensität inkl. Empathie (Emotional Intensity incl. Empathy)
- Sensorische Empfindlichkeit (Sensory Sensitivity)
- Übererregung / emotionale Intensität => beruhigen und regulieren
- Selbstwert / Selbstakzeptanz => selbstbewusster werden und sich annehmen können
- Mangelnde Selbstfürsorge / Lebensstil => Bedürfnisse erkennen, Grenzen setzen, Auszeiten gönnen
- Empfindliche Sensorik => Ruhe und Gestaltung der Umwelt
Empathie spielt dabei oft eine wichtige Rolle:
Empathie = die Fähigkeit zum einfühlenden Verstehen der Innenwelt eines anderen Menschen, d.h. seiner Emotionen, Gedanken, Bedürfnisse und Motive.
Im Umgang mit Übererregung und emotionaler Intensität empfiehlt der Autor vier Hauptstrategien -- alle mit dem Hintergrund, die vorhandenen Gefühle zu akzeptieren und mit ihnen umgehen zu lernen:
- ACHTSAMKEIT
Beobachten innerer und äußerer Prozesse - AKZEPTANZ
Gedanken und Gefühle - ENTSPANNUNG
Körperliche und emotionale Ruhe - IMAGINATION
Innere Bilder für Sicherheit und Ruhe
Achtsamkeit = Aufmerksamkeit ohne Kritik und ohne Bewertung; erst dadurch verändert sich die Beziehung zu
- Gedanken
- Gefühlen
- Körperempfindungen
- gegenwärtigem Moment
- Verhalten
Ebenso gilt es, ein Selbstmitgefühl zu entwickeln bzw. zu stärken:
- Selbstfreundlichkeit (Self Kindness)
- Gemeinsames Menschsein (Common Humanity)
- Achtsamkeit für sich selbst (Mindfulness)
Gerade bei hochsensiblen Männern fällt oft ein wenig oder kaum ausgeprägtes Gefühl des Selbstwerts auf. In erster Linie geht es darum, Selbstvertrauen und Selbstfürsorge aufzubauen und zu pflegen.
Selbstwert = eigene Gefühle/Grenzen/emotionale Bedürfnisse wahrzunehmen, zu respektieren, zu verbalisieren und danach selbstverantwortlich zu handeln.
- akzeptierende, achtsame und praktische Selbstzuwendung
- gute, praktische Selbstfürsorge im Alltag
Und an dieser Stelle komme ich als Coach ins Spiel: nicht nur, dass ich mich schon vor Jahren selbst auf diesen Weg begeben habe und ihn seitdem in meinem ganze eigenen Rythmus mit Höhen und Tiefen gehe... sondern auch, weil ich Sie auf ihrem eigenen Weg mitfühlend und wertschätzend begleiten kann.
Sprechen Sie mich an und wir schauen gemeinsam, wie ich Sie mit meiner Erfahrung unterstützen kann.
Ich freue mich auf Sie!
selbst.werk
Andreas Hauser
Kolbestr. 3, 04229 Leipzig
www.selbstwerk.eu
andreas[dot]hauser[at]selbstwerk[dot]eu
12 Oktober, 2018
Kreative Holzarbeiten: Achtsame Wege zur selbst.stärkung
Es begann bei einer Alpenwanderung: An einem Gebirgsbach entdeckte ich ein Stück sauber poliertes und wunderschönes Stück Schwemmholz -- es übte sofort eine Faszination aus in seiner Natürlichkeit und seiner Geschichte.
Von da an begann ich zu sammeln... der Ammersee ist ein wahres Paradies für Schwemmholz aller Art, von kleinen Stückchen bis hin zu großen Planken. Achtsam wurden alle Holzteile von mir gewaschen und geputzt. Und nachdem der Fundus wuchs, kamen auch Ideen, wie ich diese Naturschätze kreativ nutzen kann.
Und dann kamen die Ideen, die ich mittlerweile im selbst.werk zur Geltung bringe:
Kerzenständer: von Holz umfasstes Glas, mit Seil gehalten
Mobile: hängende Objekte an Fensterrahmen und Schrankwänden
Holzbündel: Dekorationsgegenstände am Boden
selbst.werk Kartenständer: Holzplanken mit neuer Bestimmung
Holzstrauß: schlichte Schönheit von Schwemmholz -- jedes mit seiner Geschichte
Schlüsselhalter und Schreibboard
Kombination aus Holz, Kerze, Glas und Wollteppich
Was als kleine Verrücktheit auf meinen Spaziergängen startete, ist mittlerweile eine Quelle der Ruhe, Kraft und Gelassenheit geworden. Mehrere meiner inneren Persönlichkeitsanteile sind mit mir sehr zufrieden: Kreativität als achtsamer Weg zur selbst.stärkung.
Und was ist Dein/Ihr Weg, der Kreativität Zeit und Raum zu geben?
selbst.werk
Andreas Hauser
Kolbestr. 3, 04229 Leipzig
www.selbstwerk.eu
andreas[dot]hauser[at]selbstwerk[dot]eu
10 April, 2017
Hochsensibilität und selbst.führung mit IFS
Wenn Sie hochsensibel sind - und das nehme ich an, wenn Sie auf diese Seite gelangt sind - dann kennen Sie vielleicht diese oder eine ähnliche Szene:
Sie sind eingeladen zu einer größeren Runde, Party oder einem Vortrag, den Sie halten sollen. "Gerne!" sagt ein vorwitziger, neugieriger Teil in Ihnen. Ein anderer Teil reagiert erschreckt: "Wie soll ich das überstehen? So laut, so viele Menschen, so aufregend, da mach ich nicht mit!" Dann streiten sich die zwei Teile, vielleicht mischt sich noch ein dritter ein - oder gar der Partner von außen. Die Stimmung wird gereizt und so auch Ihre Nerven. Der Autopilot ist voll im Gange und Sie haben das Gefühl, nur noch zu folgen statt zu führen.
Es gibt einen Exit aus diesem Autopilot: Mit selbst.führung und IFS, der Arbeit mit inneren Persönlichkeitsanteilen, können Sie solche inneren Prozesse steuern. Dabei erlangen Sie Klarheit, Ruhe und Souveränität. Diese Methode benutze ich selbst und gebe sie in Coachings oder als Ergänzung zur Therapie an Hochsensible weiter, damit sie selbst damit im Alltag umgehen können. Ein solche Situation wie oben geschildert, wird damit klarer verständlich und ist viel leichter zu lösen. Hochsensible haben bei dieser Arbeit den Vorteil, dass sie ihre innere Welt differenzierter wahrnehmen oder es zumindest leicht lernen können.
Die Arbeit mit inneren Anteilen bedient sich der Theorie des Inneren Familiensystems (Internal Family System) von R. C. Schwartz, demzufolge die Psyche aller Menschen aus mehreren Teilpersönlichkeiten / Familienmitgliedern besteht. Die Kommunikation mit diesen Anteilen können Sie nach einer Einführung selbst steuern. Wie das geht?
Stellen sie sich einen Orchesterdirigenten vor. Das Orchester besteht aus vielen verschiedensten Charakteren und doch folgen alle einem Ziel und einer Führung, die das Ziel nicht aus den Augen verliert. Diese Führung übernimmt Ihr Selbst, Ihre wohlwollende, mitfühlende Mitte, die nach Integration und Entwicklung strebt. Auch die nicht so geliebten Anteile, die Schatten, erhalten auf diese Weise einen Platz in Ihrem Team und bereichern es enorm.
Die selbst.führung, die Sie dann ganz konkret in die Lage versetzt, Alltagssituationen bewusster wahrzunehmen und Lösungen zu finden, umfasst die Anteile-Arbeit, aber auch die Achtsamkeitsmediation und systemische Aufstellungen. Alles mit dem Ziel, Ihr selbst. wieder in Führung zu bringen.
An dieser Stelle möchte ich ein Buch zur Selbsttherapie erwähnen, das zwar sehr dick und umfassend ist, aber nur, weil es die Vorgehensweise ganz konkret beschreibt: "Meine innere Welt verstehen: Selbsttherapie mit Persönlichkeitsanteilen" von Jay Earley. Besonders wenn Sie bereits eine persönliche Einführung hatten und wichtige Themen bereits mit Coach oder Therapeut bearbeitet haben, wird Ihnen dieses Buch im Alltag weiterhelfen.
Link auf Amazon:
selbst.werk
die selbst.entwicklungs.coaches
Kolbestr. 3, 04229 Leipzig
www.selbstwerk.eu
19 März, 2016
Kinofilm: "Alles steht Kopf"
![]() |
| Quelle: Disney |
Emotionen anschaulich dargestellt -
sowohl für Kinder als auch für Erwachsene!
Lange schon haben wir nach einem Film gesucht, der auf einfache Art und Weise den Einfluss von Emotionen auf das tägliche Menschsein darstellt. Gefunden haben wir ihn vor kurzem dort, wo wir ihn am wenigsten vermutet haben: bei einem Animationsfilm von Disney! :-)
In "Alles im Kopf" geht es um ein 11-jähriges US-amerikanisches Mädchen, Riley, die mit ihrer Familie nach San Francisco umzieht. Dadurch stellt sich ihr bisheriges Leben auf den Kopf -- und die Gefühle in ihrem Kontrollzentrum haben plötzlich alle Hände voll zu tun, mit der neuen Situation umzugehen.
![]() |
| Wut, Ekel, Freude, Angst und Kummer am Schaltpult |
Die Optimistin Freude gibt die Anführerin der 5 Emotionen im Kopf und sorgt dafür, dass Riley glücklich ist. Angst ist für die Sicherheit zuständig, Wut kümmert sich um Gerechtigkeit und Ekel hindert das Mädchen daran, physisch und sozial vergiftet zu werden. Zuletzt gibt es da noch Kummer, die oft ein wenig fehl am Platze ist und auch von den anderen Emotionen nach hinten gedrängt wird.
In der alten Umgebung lief alles gut - doch die veränderte Situation stellt die Emotionen vor neue Herausforderungen: Wie sollen sie Riley durch den Alltag leiten?
Hier ist der Trailer des Films (auf Deutsch):
Erst als sie erkennen, dass sie nur gemeinsam einen Weg finden können, um Riley beim Zurechtfinden in der neuen Umgebung zu unterstützen, wendet sich das Blatt zum Guten. In der Wertschätzung aller Emotionen - auch des vorher ausgegrenzten Kummers - finden sie schließlich die Kraft, das Chaos in letzter Minute noch abzuwenden...
... und die Moral von der Geschicht:
Aus therapeutischer Sicht wird in dem Film besonders deutlich, dass sich ohne eine regelnde Instanz die Zusammenarbeit der Emotionen als sehr schwierig erweist. Die Anteile benötigen Führung: Wenn das selbst. am Steuerpult steht, kommt es nicht zu solch dramatischen Szenen.
Für den Film war das natürlich gerade der spannende Aspekt - aber im wahren Leben können wir auf solche Dramatik auch gerne verzichten. Wenn das nicht Motivation genug für aktive Anteilearbeit ist! :-)
... und wer den Film nicht mehr im Kino erwischt, es gibt ihn auch schon über Streaming und DVD:
Alles steht Kopf bei amazon
Viel Spaß dabei!
selbst.werk
Michaela und Andreas Hauser
Kolbestr. 3
04229 Leipzig























