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17 März, 2020

Corona: die Krone, die Königswürde



Die aktuelle Lage um den Corona-/COVID-19-Ausbruch betrifft und berührt uns alle, jede(n) Einzelne(n), auf ganz individuelle Art und Weise. Fast allen von uns ist mittlerweile die Tragweite und der Ernst der Lage bewusst geworden. Nach der ersten Phase des Verspottens, dann der Sorge, der Panik, den Hamsterkäufen und dem minutiösen Verfolgen der Corona-Live-Ticker in den sozialen Medien finden wir, dass es nun Zeit ist wieder mündig und erwachsen zu werden und zu handeln: mit der Situation verantwortungsvoll, menschlich und würdevoll umzugehen.




Zur Menschenwürde gehört eine mitfühlende, liebevolle freundliche Haltung gegenüber anderen und mir selbst. Das bedeutet z.B. auf die Älteren und Schwächeren Rücksicht zu nehmen und die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, indem wir auf Hygiene achten, zuhause bleiben wo möglich, und Menschen helfen, die Unterstützung brauchen.

Menschenwürde bedeutet auch Selbst.fürsorge, indem wir auf Live-Ticker und Krisen-Nachrichten verzichten und uns z.B. nur einmal am Tag eine begrenzte Zeit über Nachrichten informieren. Stress und Sorgen schwächen das Immunsystem. Wir sorgen am besten für uns, wenn wir unser Immunsystem fördern: mit Sport, Vitamin-Shots (Ingwer, Kurkuma, Orange und Apfel), viel Obst und Gemüse oder am besten gleich mit Fasten. Zusätzlich Zink, Vitamin D3 und C wären ebenfalls hilfreich. Zur Selbst.fürsorge gehört auch, dass wir nicht dem Selbstmitleid oder der Opferhaltung anheimfallen, sondern uns mit nährenden Gedanken und Gefühlen stabilisieren.

Dafür gibt es hier Unterstützung:
Die Zeit hat "Kulturtipps für Quarantäne-Tage" veröffentlicht.
Die Berliner Philharmoniker bieten kostenlosen Online-Zugang für alle Konzerte und Filme in ihrer Digital Concert Hall, wenn man bis 31.3. den Gutschein-Code BERLINPHIL eingibt.

Menschenwürdig bedeutet auch, den Halt im Innen zu finden, wenn er im Aussen wegbricht. Manchmal müssen wir erst in Quarantäne geschickt werden, um uns auf uns selbst zu besinnen...

Die akutelle Krise ist eine Chance, die eigenen verängstigten Teile kennenzulernen und ihnen selbst. Halt zu geben.


Wir alle müssen uns gegenwärtig Gefühlen von Unsicherheit, Sorge, Angst und Ohnmacht stellen. Verdrängen oder Ablenken hilft da leider kaum. Aber wir können Wege finden, Gefühlen achtsam zu begegnen ohne dass sie uns überwältigen und damit wieder Kräfte freisetzen. Nutzen Sie diese Situation als Chance, Zugang zu sich Selbst. zu finden, mitfühlenden, eigenverantwortlichen Umgang mit sich Selbst. zu lernen und als Mensch weiter zu wachsen. Es ist ja nunmal so, dass der Mensch sich vor allem in Krisen weiterentwickelt. Also: Krone richten und neu aurichten!

Als Selbst.entwicklungs.coaches bieten wir Ihnen unsere Untersützung an: auf Wunsch gerne auch per Telefon-Coaching oder auch per Video-Coaching.
Persönlich sind wir bis auf Weiteres auch im Selbst.werk zu finden. Melden Sie sich hier an. Wir freuen uns auf Sie und die Arbeit mit Ihnen!

selbst.werk
Michaela & Andreas Hauser
Kolbestr. 3, 04229 Leipzig
www.selbstwerk.eu 




08 März, 2020

Beziehung zum Wohl - oder zum Heil?

 

 

Wie möchte ich meine Paarbeziehung leben? 


Am Anfang ist vieles eitel Sonnenschein zwischen beiden Lebenspartnern. Nach der ersten Verliebtheit stehen sich oft ganz unterschiedliche Ideen gegenüber, wie die Beziehung gestaltet werden soll.

Adolf Guggenbühl-Craig, ein Schweizer Psychotherapeut, hat ein simples und gleichzeitig kraftvolles Modell dazu entworfen: Es gibt die Beziehung zum Wohl und die Beziehung zum Heil. Schon bei der Partnerwahl stehen sich dabei zwei unterschiedliche Entwürfe gegenüber: "Gleich und Gleich gesellt sich gerne" oder "Gegensätze ziehen sich an". 

Die Beziehung zum Wohl unterliegt dem Resonanz-Prinzip und dem damit verbundenen Wunsch nach Wohl-Fühlen und Komfortzone. Die eigenen bedürftigen Teile wollen vom Partner geheilt werden. Verlustängste und passives Verharren in
der Beziehung sind oft die Folge.
„Du bist dafür zuständig, dass es mir gut geht und ich glücklich bin. “

Die Beziehung zum Heil respektiert die Polarität, die Andersartigkeit, sieht Partnerschaft als Arbeit, manchmal auch als Herausforderung. Sie bringt persönliches Wachstum und Eigenverantwortlichkeit mit sich.
„Ich bin für das Glück meiner Teile selbst.verantwortlich. Ich entscheide mich aktiv immer wieder neu für die Beziehung.“

Um die Bedürnisse der eigenen inneren Anteile zu erkennen und mit ihnen verantwortungsvoll in der Beziehung umgehen zu können, haben wir einen Vergleich der beiden Beziehungsarten aufgestellt: 




Für eine erfüllende Beziehung braucht es eine gesunde Mischung der beiden Prinzipien. Erforschen Sie gemeinsam, was für Ihre wert-volle Partnerbeziehung stimmig ist: Welche Bedeutung hat für Sie Wohl und Heil, wo ergänzen sich die beiden? Wie können Sie die Bedürfnisse Ihrer Persönlichkeitsanteile in Beziehung leben?

Als Denkanstoß geben wir gerne die Aufgabe mit: Reflektieren Sie Ihre aktuelle oder vergangene Beziehungen und finden Sie Beispiele, die auf eine Beziehung zum Wohl oder zum Heil hindeuten. Erkennen Sie sich wiederholende Muster in Ihren Beziehungen?

Interessiert daran, diesen Bereich weiter zu erforschen? Gerne stehen wir für Austausch oder IFS-Arbeit zu diesen und anderen zwischenmenschlichen Themen bereit.

Ihre selbst.entwicklungs.coaches

Andreas & Michaela Hauser  


selbst.werk
Kolbestr. 3, 04229 Leipzig
www.selbstwerk.eu

 

25 Oktober, 2018

Ayurvedische Panchakarma-Kur -- Teil II


Das Heilfasten 


Andreas, im Rahmen Deiner Panchkarma-Kur hast Du jetzt die Vorkur bzw. das Heilfasten hinter Dir. Wie ist es Dir ergangen?

Andreas: Ich habe nun die 5 Tage Vorkur gemacht, und es war wirklich für mich das erste Mal, dass ich Heilfasten ausprobiert habe. Kurz gesagt: anstrengend aber gut!

... und in der langen Version? Wie hast Du es erlebt? 

Andreas: Es war schon eigenartig für mich, einfach keine feste Nahrung zu mir zu nehmen -- aber dafür ging es erstaunlich gut. Die Vorkur ist ja sehr gut geplant: Flüssiges Ghee (Butterschmalz) in der Früh um den Hunger zu stillen, Mineralien tagsüber, vor- und nachmittags Vata-Tee, mittags einen blutreinigenden Tee und abends dann eine Miso-Suppe. Und es hat gereicht, ich hatte tatsächlich keinen Hunger während dieser Tage! Aber Appetit schon... am dritten Tag ging mir die Vorstellung einer Butterbreze nicht mehr aus dem Sinn!




Was hast Du während der Tage gemacht -- normales Programm oder Dich geschont? 

Andreas: Ruhe wäre sicherlich angemessener gewesen, aber ich hatte genau an den Tagen schon lange vereinbarte Trainingstage -- und habe diese dann auch durchgeführt. Es ging gut für mich, ich war etwas langsamer und vorsichtiger, und habe es natürlich im Seminar auch angekündigt. Am ersten Abend war ich schon etwas schwach und habe mich dann auf mein Hotel gefreut, klar! Aber am dritten Abend war ich in der Lage, abends noch eine zusätzliche Veranstaltung zu moderieren und habe mich wohl gefühlt.

Wie haben Deine Teilnehmer und Dein Umfeld auf Dein Fasten bzw. Deine Kur reagiert? 

Andreas: Es hat mich wirklich verwundert, auf welche großes Interesse meine Kur gestossen ist -- sowohl bei deutschen Freunden und Kollegen als auch bei ausländischen Teilnehmern. Es gibt doch eine Reihe von Menschen, die schon ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Religiös ist das Fasten ja auch traditionell verankert, aber auch der gesundheitliche Aspekt hat zu Nachfragen und Diskussionen geführt. Und eine rumänische Teilnehmerin hat mich eigentlich erst auf die Idee gebracht, meine Erfahrungen hier im Blog zu teilen -- dankeschön dafür!

Und wie war der Abschluss dann für Dich? Was hat sich geändert? 

Andreas: Nach vier Tagen Fasten war der fünfte Tag dann für die Abführung mit Rizinusöl vorgesehen. Das ist natürlich anstrengend, aber auch erleichternd. An dem Tag habe ich dann eine Veränderung bemerkt, da kam auf einmal eine Energie von innen in mich, die mich richtig aktiv hat werden lassen: aufräumen im Haus, Hundespaziergang -- all das fiel mir plötzlich leichter als in den Tagen zuvor. Und da merkte ich dann wirklich zum ersten Mal einen positiven Effekt.

Allerdings habe ich in der Zeit auch noch ein paar Kilo abgenommen und musste all meine Gürtel um ein Loch erweitern. Ich hoffe mal, dass ich das wieder aufbauen kann -- so ist gerade schon ziemlich wenig an mir dran! Zum Glück haben wir keine Waage zuhause, denn das würde mich möglicherweise doch überraschen: so dünn war ich in meinem Leben bisher noch nie!




Was ist der nächste Schritt jetzt? 

Andreas: Jetzt ist ein Ruhetag vorgesehen mit leichtem Essen (Suppe, Linsen, Kastanienbrei) und dann geht es an den Starnberger See ins Ayurveda Health & Beauty Center von Dr. Switzer für die eigentlich Kur an sechs Tagen. Ich berichte, versprochen!


Weitere Infos:

Panchakarma Ayurveda-Kur Dr. John Switzer
https://ein-langes-leben.de/ayurveda-behandlungen/196-ayurveda-panchakarma-mini-kur



selbst.werk
Andreas Hauser
Kolbestr. 3, 04229 Leipzig
www.selbstwerk.eu
andreas[dot]hauser[at]selbstwerk[dot]eu


02 Februar, 2018

Veränderung bestimmt unser Leben

"Ich bin nicht so wie ich war." - 
selbst.veränderung aktiv gestalten


Wir alle wissen, dass wir uns im Laufe unseres Lebens verändern -- und doch halten viele Menschen an dem Gedanken fest, dass die grundlegenden Charakterzüge festgeschrieben und größtenteils unveränderlich sind. 

Die weltweit längste Persönlichkeitsstudie, durchgeführt durch die British Psychological Society, veröffentlichte 2017 neue Ergebnisse -- und stellt dabei fest, dass sich die Persönlichkeitsmerkmale von Menschen über Jahrzehnte verändern. 

In der 1950 gestarteten Studie wurden Teenager zu sechs Persönlichkeitsmerkmalen befragt: Selbstvertrauen, Beharrlichkeit, Stimmungsstabilität, Pflichtbewusstsein, Eigenständigkeit und Lernbegierde. Die Einstufung dieser sechs Merkmale ergab einen Gesamtwert für eine Grundeigenschaft, die "Zuverlässigkeit" genannt wurde. 

Über 60 Jahre später wurden diese Menschen nochmals befragt und das Ergebnis war auch für die Forscher, die ursprünglich von einer gewissen Persönlichkeitsstabilität ausgegangen waren, überraschend: Es gab keinerlei signifikante Korrelationen zwischen den heutigen Werten und den damaligen Ergebnissen -- weder bei den Persönlichkeitsmerkmalen noch bei der Grundeigenschaft. 


Link auf die Veröffentlichung durch das World Economic Forum (auf Englisch)


Was bedeutet das also konkret? 


Jeder Mensch verändert sich im Laufe seines Lebens stark, sowohl im Hinblick auf Präferenzen, Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen. Aussagen wie "Ich bin so wie ich bin." oder "Ich war schon immer so." sind dadurch nur begrenzt zutreffend -- je länger der Vergleichszeitraum über das Alten hinweg, desto weniger stimmen dieses Gundannahmen. 

Menschen verändern sich sogar grundlegend im Laufe ihres Lebens -- das ist die gute Nachricht für alle, die den Wunsch nach persönlicher Veränderung in sich spüren. Für andere, die gerne 'so bleiben wollen wie sie sind', löst das möglicherweise Unbehagen und Abwehr aus. 

Die gute Nachricht ist, dass jeder die Veränderungen begleiten, fördern und auch steuern kann. Dazu muss ich mir im ersten Schritt meiner eigenen Eigenschaften aund Verhaltensautomatismen bewusst werden (selbst.bewusstsein). Dadurch schaffe ich die Möglichkeit, mich in Situationen bewusster zu verhalten und auch zu regulieren (selbst.regulation). Und das ist letztendlich die Basis und der Weg, meine inneren Anteile und ihre Bedürfnisse langfristig zu führen (selbst.führung). 




Wenn Sie neugierig auf sich selbst. geworden sind, kommen Sie gerne zum kostenlosen Kennenlern-Gespräch ins selbst.werk.


Melden Sie sich hier auf unserem Kontaktformular an



Wir freuen uns auf Sie!


selbst.werk
Michaela & Andreas Hauser
die selbst.entwicklungs.coaches


Kolbestr. 3, 04229 Leipzig

www.selbstwerk.eu


28 März, 2017

Hochsensibilität und Schattenarbeit



"Sind Ihnen Stress, Lärm und grelles Licht schnell zu viel? 
Haben Sie ein intensives Gefühlsleben, eine reiche Phantasie und lebhafte Träume? 
Spüren Sie regelmäßig das Bedürfnis, allein zu sein?
Finden Sie ein gewöhnliches Arbeitsverhältnis und die Fahrt von und zur Arbeit ermüdend? 
Werden Sie leicht von der Stimmung, die jemand ausstrahlt, beeinflusst? 
Sind Sie manchmal grüblerisch und depressiv? 
Wurden Sie schon einmal schüchtern oder empfindlich genannt?"


Diese Worte sind dem Einleitungskapitel des Buches "Leben mit Hochsensibilität" von Susan Marletta-Hart entnommen. Wenn Sie sich berührt fühlen, gehören Sie vielleicht zu den 20% Hochsensiblen in unserer Gesellschaft mit erhöhter Wahrnehmungsfähigkeit aller Sinne, einem hochempfindlichen Nervensystem und ausgeprägter Intuition. Es gibt hervorragende Bücher zu diesem Thema. Neben dem oben genannten hat sich zuerst Elaine N. Aron Ende der 90er mit Hochsensibilität beschäftigt. In ihrem Buch "Sind sie Hochsensibel?" ist auch ein Selbsttest enthalten, mit dem Sie Ihren Verdacht bestätigen können. Bei ihr ist auch zu lesen, dass es auch bei fast allen Tierrassen 20% Hochsensible gibt, die aufgrund ihrer erhöhten Wahrnehmungsfähigkeit eine wichtige Warnfunktion in ihrer Lebensgemeinschaft inne haben. 

Im Menschenreich haben Hochsensible ebenfalls immer eine besondere Funktion erfüllt. Während Könige und Krieger für Expansion zuständig waren, waren die Hochsensiblen ihre Berater, Priester, Richter, Seher oder Heiler, zuständig für die Aufforderung zum Innehalten und zur Innenschau. Und so ist es noch heute, nur dass sich die Felder, in denen Hochsensible tätig sind, ausgeweitet haben: Kreative, Intellektuelle, Künstler, Wissenschaftler sind häufig Hochsensible. Sie leben und arbeiten mit einer Eigenschaft, die für sie zur Gabe oder Herausforderung wird, je nach Grad ihres Bewusstseins. 

Zur Gabe und Quelle eigener Kraft und Authentizität wird Hochsensibilität dann, wenn man die Stärken, aber auch ihre Schattenseiten kennt und wertschätzt. Einfacher gesagt als getan. Aufgrund ihrer erhöhten Sensibilität sind die Betroffenen häufig von Kindheit an mehr damit beschäftigt, die Bedürfnisse anderer zu erspüren und sich anzupassen oder sich möglichst unauffällig zu verhalten, als die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. So ist häufig einiges an Bewusstseinsarbeit und Neubewertung der Vergangenheit nötig, um ein Selbst.bewusstsein aufzubauen. Das Lesen o.g. Bücher ist dazu ein erster Schritt. 

Was man durch Bücher nicht erreichen kann, ist die Integration der eigenen Schattenseiten. Und gerade dieser Entwicklungsschritt ist erforderlich, um zur Ganzheit und damit Authentizität zu gelangen. So schreibt Elaine Aron in ihrem Buch "Sind sie Hochsensibel?":

"Den eigenen Schatten kennen zu lernen ist die beste und vielleicht einzige Methode sich aus der Zwangsjacke der Übersozialisierung zu befreien, die HSM (Anm: Hochsensible Menschen) oft seit ihrer Kindheit einengt."

Den Schatten kennen zu lernen und ihn letztlich zu integrieren ist tiefe Seelenarbeit. Diese tiefe Arbeit mit sich selbst liegt Hochsensiblen sehr. Sie haben in der Regel einen besonders guten Draht zu ihrer Innenwelt. In einer Therapie wird mit Träumen, Mustern, Symbolen gearbeitet, um an die unbewussten, verdrängten Persönlichkeitsanteile zu kommen. Dies kann man in verschiedenen Therapieformen tun.

Ich bevorzuge für meine  Arbeit mit  hochsensiblen Klienten die Tiefer.reise in eben diesem Sinne. Mir geht es dabei nicht um Ursachensuche. Ich begleite meine Klienten dabei, Muster und Schattenthemen mithilfe der Imagination, des sogenannten "Bilderns" von früheren Leben, zu erkennen. Ja, dies nennt man auch Reinkarnationstherapie. Aber es ist dabei unerheblich, ob man an Reinkarnation glaubt oder nicht. Die eigene Erfahrung von unterschiedlichen Lebenssituationen vor wechselnden Kulissen gibt uns die Möglichkeit, immer wiederkehrende Themen zu erkennen und neue Lösungsansätze auszuprobieren. 

Ziel einer solchen Tiefer.reise ist es, Schatten zu integrieren und Vertrauen zur eigenen Seelenwelt aufzubauen, um mit einem neuen Selbst.verständnis eigenverantwortlich sein Leben zu gestalten



Mehr zum Thema Tiefer.reisen finden Sie auf meiner Homepage:
www.homoeopathie-seele.de.

Mehr zum Thema Hochsensibilität finden Sie hier :
www.hsperson.com - Elaine Aron's Seite auf englisch
www.susanmarlettahart.com
www.zartbesaitet.net
www.hochsensibilitaet.ch

 
selbst.werk
Michaela Hauser
die selbst.entwicklungs.coaches


Kolbestr. 3, 04229 Leipzig

www.selbstwerk.eu

24 März, 2017

Wut und Aggression? Mit selbst.führung den Autopilot stoppen



Mit homöopathischen Mitteln oder Lichtarbeit lässt sich Reizbarkeit, Wut oder Aggression nicht "wegheilen" - häufig kommen sie dadurch erst hoch. 

Diese starken Emotionen haben einen guten Grund - meist geht es um eine Grenzverletzung. Warum also sollten sie gehen, nur weil sie unerwünscht sind?

Es gibt aber durchaus Möglichkeiten, Ihre Emotionen so zu leben, dass Sie
  • gesünder
  • stress-resistenter und
  • durchsetzungsfähiger
leben und arbeiten können. Dabei sind folgende Schritte hilfreich:

1.  Praxis der Achtsamkeit

Üben Sie täglich ein paar Minuten Achtsamkeit. Das macht Sie aufmerksamer für Ihre Innenwelt. So werden Sie nicht überrascht von Ihren Reaktionen und vermeiden den typischen Autopilot. Zudem macht Sie Achtsamkeit empathischer und Sie kriegen mit, was Ihr Gegenüber antreibt.

2. Körperwahrnehmung

Üben Sie anhand von vergangenen Situationen wahrzunehmen, was sich in Ihrem Körper abgespielt hat. Wo entstand die Wut? Wie fühlte sie sich an? Gab es vorher schon körperliche Reaktionen, die die Wut angekündigt haben?
So spüren Sie im Ernstfall früher, wenn die Emotionen hochkochen und können diesen Augenblick des Bewusstwerdens für sich nutzen.

3.  Distanz schaffen zu den Gefühlen

Benennen Sie Ihr Gefühl in Gedanken (oder auch laut) "Ich bin jetzt wütend." Das schafft etwas Distanz zu Ihren Gefühlen. Sie werden zum Beobachter und sind Ihren Gefühlen nicht mehr so ausgeliefert. 

4. Autopilot stoppen und durchatmen

Atmen Sie durch, bevor Sie reagieren, sonst folgen Sie Ihren alten Mustern und lassen den Autopilot übernehmen. Nutzen Sie den kurzen Moment zwischen der ersten Wahrnehmung der Wut und Ihrer Reaktion als Raum der Entscheidung. Wenn nötig, schaffen Sie sich mehr Raum, indem Sie um eine Auszeit bitten und eine Runde an die frische Luft gehen. 

5.  Selbst.Führung

Besser noch: Lernen Sie, mit Ihren Persönlichkeitsanteilen zu arbeiten (IFS- systemische Arbeit mit der Inneren Familie). Ein Teil ist gerade wütend. Es gibt auch noch andere Beteiligte, die z.B. Verständnis haben für ihr Gegenüber oder einen Rechthaber oder ein verletztes kleines Kind. Die alle sind an Ihrer Reaktion beteiligt. Wenn Sie sich in Ihren inneren Welten auskennen, können Sie mit diesen Anteilen vorher schon oder auch mitten in der Situation verhandeln und die Lage von Ihrem SELBST aus steuern. Sie werden merken, dass Ihr SELBST viel effektivere Lösungsansätze hat. Das nennt man selbst.führung


6. Aus dem Selbst heraus Grenzen setzen

Ihr SELBST ist ihre Mitte, die beste Version von Ihnen: ruhig, mitfühlend, bewusst und mutig. Es beschützt Ihre Grenzen auf liebevolle Weise mit dem Verständnis für die Bedürfnisse Ihrer Persönlichkeitsanteile und für Ihr Gegenüber. Manchmal hat das SELBST aber auch einen heiligen Zorn, der durchaus berechtigt ist. Wenn Sie diesen aber aus dem SELBST kommunizieren, nutzen Sie die gewaltfreie Kommunikation. Diese Haltung ist für Sie und Ihren Blutdruck gesünder, und Ihr Gegenüber wird Sie ernst nehmen.


Warum sollte ich meine Wut einbremsen, wenn mir jemand Unrecht tut oder mich bedroht oder verärgert?

Der Zustand der Aufregung, Wut, Angriffshaltung ist die Rote Zone. Sie wird in echter Gefahr aktiviert. Das macht Sinn, wenn Sie Ihre Liebsten aus einem brennenden Haus retten oder sich in einer Notsituation wehren müssen. Wenn Sie aber im Alltag in die Rote Zone geraten, weil z.B. ihre Grenzen verletzt werden, dann werden Sie die Erfahrung selbst gemacht haben, dass Sie in Ihrer Wut nicht besonders klar denken können, andere und sich selbst verletzen und zudem Ihr Bedürfnis, Ihre Grenzen zu schützen gar nicht beim anderen ankommt. Das fühlt sich danach nicht gut an, stimmt's?

Es geht hier nicht darum, etwas herunter zu schlucken oder "gute Miene zum bösen Spiel" zu machen. Sie schützen Ihre Grenzen nur effektiver, wenn Sie aus Ihrem SELBST heraus offen und beherzt sind. Und manchmal erweitern oder lösen sich Grenzen dabei ja sogar auf...

Wenn Sie häufig in die Rote Zone geraten oder automatisch reagieren, lohnt es sich über diese Regeln hinaus und tiefer zu schauen. In Coachings oder Tiefer.Reisen können Sie die wahren Hintergründe Ihrer hochkochenden Emotionen beleuchten. 


Erst wenn Sie sich selbst zuhören, werden es auch die anderen tun. Behandeln Sie sich selbst also so gut, wie Sie auch von anderen behandelt werden möchten.


selbst.werk
Michaela Hauser
die selbst.entwicklungs.coaches


Kolbestr. 3, 04229 Leipzig

www.selbstwerk.eu


19 März, 2016

Kinofilm: "Alles steht Kopf"


Quelle: Disney

 

Emotionen anschaulich dargestellt -
sowohl für Kinder als auch für Erwachsene! 


Lange schon haben wir nach einem Film gesucht, der auf einfache Art und Weise den Einfluss von Emotionen auf das tägliche Menschsein darstellt. Gefunden haben wir ihn vor kurzem dort, wo wir ihn am wenigsten vermutet haben: bei einem Animationsfilm von Disney! :-)

In "Alles im Kopf" geht es um ein 11-jähriges US-amerikanisches Mädchen, Riley, die mit ihrer Familie nach San Francisco umzieht. Dadurch stellt sich ihr bisheriges Leben auf den Kopf -- und die Gefühle in ihrem Kontrollzentrum haben plötzlich alle Hände voll zu tun, mit der neuen Situation umzugehen. 


Wut, Ekel, Freude, Angst und Kummer am Schaltpult

Die Optimistin Freude gibt die Anführerin der 5 Emotionen im Kopf und sorgt dafür, dass Riley glücklich ist. Angst ist für die Sicherheit zuständig, Wut kümmert sich um Gerechtigkeit und Ekel hindert das Mädchen daran, physisch und sozial vergiftet zu werden. Zuletzt gibt es da noch Kummer, die oft ein wenig fehl am Platze ist und auch von den anderen Emotionen nach hinten gedrängt wird. 

In der alten Umgebung lief alles gut - doch die veränderte Situation stellt die Emotionen vor neue Herausforderungen: Wie sollen sie Riley durch den Alltag leiten? 

Hier ist der Trailer des Films (auf Deutsch): 
 




Die fünf Emotionen versuchen in dieser Situation, ihre eigenen Interessen durchzusetzen - zuerst mit, dann unter zunehmendem Stress auch gegen die anderen Gefühle. Durch ihren Eigensinn und eine fehlende Zusammenarbeit bringen sie das bislang bestehende System an den Rand des Zusammenbruchs. 

Erst als sie erkennen, dass sie nur gemeinsam einen Weg finden können, um Riley beim Zurechtfinden in der neuen Umgebung zu unterstützen, wendet sich das Blatt zum Guten. In der Wertschätzung aller Emotionen - auch des vorher ausgegrenzten Kummers - finden sie schließlich die Kraft, das Chaos in letzter Minute noch abzuwenden... 



... und die Moral von der Geschicht:


Aus therapeutischer Sicht wird in dem Film besonders deutlich, dass sich ohne eine regelnde Instanz die Zusammenarbeit der Emotionen als sehr schwierig erweist. Die Anteile benötigen Führung: Wenn das selbst. am Steuerpult steht, kommt es nicht zu solch dramatischen Szenen. 

Für den Film war das natürlich gerade der spannende Aspekt - aber im wahren Leben können wir auf solche Dramatik auch gerne verzichten. Wenn das nicht Motivation genug für aktive Anteilearbeit ist!  :-) 


... und wer den Film nicht mehr im Kino erwischt, es gibt ihn auch schon über Streaming und DVD: 

Alles steht Kopf bei amazon


Viel Spaß dabei!  



selbst.werk

Michaela und Andreas Hauser

die selbst.entwicklungs.coaches

Kolbestr. 3
04229 Leipzig
www.selbstwerk.eu